Umwelt und Naturschutz

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Warum wir die Natur schützen

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Zwischen Natur und ökonomischen Interessen gab es schon immer Konflikte.

Über lange Zeit konnte sich die Natur an die Wirtschaft der Menschen anpassen - und umgekehrt. Doch seit der Einführung von chemischem Dünger und Pestiziden wurde der Bauer in großen Teilen zum Gegner. Er kämpft mit unfairen Mitteln gegen eine chancenlose Natur. Der daraus resultierende Artenschwund (den natürlich nicht die Landwirte alleine verursachen), bringt immer mehr Probleme mit sich. Die natürlichen Gegenspieler verschwinden, viele Schädlinge nehmen überhand und es wird immer schwieriger, eine gute Ernte vom Acker zu holen.

Schwalbenschwanz Schmetterling auf Bio Blühwiese
Phacelia mit Hummel

Was bedeutet Naturschutz für uns?

Leben überall

Martin: "Als Öko-Landwirt erlebe ich die Natur täglich sehr unmittelbar und bewusst. Man lernt dadurch die Zusammenhänge im Ökosystem mehr und mehr zu verstehen. Ein Loch im Sand am Rand meines Ackers ist bestimmt nicht einfach nur ein Loch. Es kann gut sein, dass dort der Ameisenlöwe in seiner selbst gegrabenen Grube hockt und geduldig wartet, bis eine unvorsichtige Ameise hinein fällt. Zu einem ungünstigen Zeitpunkt das Feld zu bearbeiten heißt vielleicht auch in den Lebensraum von Insekten, Amphibien und seltenen Pflanzen einzugreifen. Überall treffen wir auf Leben und seine Bedeutung für ein komplexes System."

Auch ihr seid interessiert?

Info und Newsletter

Für laufend neue Infos zu all unseren Projekten, schaut in unserem Blog, unter Aktuelles oder meldet Euch für unseren Newsletter an. Nachfolgend stellen wir euch ein paar unserer aktuellen Projekte vor.

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Lucius auf dem Acker
Umwelt und Naturschutz

Unsere aktuellen Naturschutzprojekte:

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Armeisenlöwe im Garten

Ich bekomme oft ein schlechtes Gewissen, wenn das Feld bearbeitet werden soll und ich damit vielleicht dem armen Ameisenlöwen seine Bude kaputt mache. So etwas passiert leider gar nicht selten. Aus diesem Grund versuchen wir am Biohof Pürten mit Steinlesehaufen,Altgrasstreifen, trockenenund nassen Gruben dem unscheinbaren LebenRasum zu geben.

Biene Majas Wilde Schwestern - YouTube

Die Gelbbauchunke

Auch wenn wir diese Lurche persönlich eher selten zu Gesicht bekommen- wir sind echte Fans! Da unsere Felder im Inntal im natürlichen Verbreitungsgebiet dieser besonderen Tiere liegen, leisten wir einen Beitrag zum Schutz dieser Art und haben wir viele kleine Tümpel angelegt, in denen sich die seltenen Kröten mit den herzförmigen Augen um ihre privaten Angelegenheiten kümmern können.

Die Gelbbauchunke Biologie und Lebensweise - YouTube
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Wildbienen

Davon gibt es etwa 560 verschieden Arten in unserer Landschaft, und beinahe jede hat andere Vorlieben. Manche leben in Erdhöhlen, andere in verlassenen Löchern im Holz. Kahle Stellen am Boden, die früher von Weidetieren freigetreten wurden, oder abgestorbene durchlöcherte Bäume sind leider nicht mehr ausreichend vorhanden. An unseren Feldrändern und am Hof legen wir deshalb jedes Jahr Erdhaufen an, in denen die Bienen ihre Wohnröhren graben können. Und den holzbewohnenden Arten spendieren wir immer wieder mal ein paar vom Holzwurm durchlöcherte Baumstämme. Vor allem aber sind die Bienen auf Unterstützung bei der Nahrungssuche angewiesen. An unseren Feldrändern, aber vor allem auf unseren Wiesen säen wir deshalb regelmäßig spezielle Samenmischungen mit standortheimischen Blühpflanzen aus. Die Blütenpracht erfreut dann nicht nur die Bienen.

Biene Majas Wilde Schwestern - YouTube

Naturschutzhecken und Totholz

Hecken übernehmen wichtige Funktionen für das Ökosystem. Hecken vernetzen Lebensräume und sind für tierische Bewohner des Offenlandes Rückzugsort und Nahrungsquelle. Hecken verhindern auch die Erosion des fruchtbaren Ackerbodens, indem Sie den Wind bremsen und für ein Mikroklima sorgen. Da diese so wichtigen Strukturen bei uns immer seltener werden, haben wir im Jahr 2010 damit begonnen, entlang unserer Felder neue Hecken anzulegen. Bisher haben wir über 470 m Naturschutzhecken neu gepflanzt und jedes Jahr kommen weitere Meter dazu. Ein Teil davon wurde durch die untere Naturschutzbehörde gefördert und von der berufsbezogenen Jugendhilfe der Projektgruppe Jagus gepflanzt. Herzlichen Dank hierfür! Bis die Hecken groß genug sind, dauert es allerdings. Solange helfen wir der Natur mit sogenannten Totholzhaufen aus. So nennt man große Reisighaufen und abgestorbene Baumstämme. Die erfüllen eine ähnliche Funktion wie die Hecken und werden von Pilzen, unzähligen Insekten, Eidechsen, Spechten und Igeln besiedelt. Gerne zeigen wir euch diesen Lebensraum auf einer unserer Hofführungen.

Flurbereinigung rückwärts: Neue Hecken zwischen den Feldern | Unser Land | BR Fernsehen - YouTube
Topographie - Heckenlandschaften - YouTube
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Blühwiesen und Disteln

Stellen sie sich vor, sie wollen einen Blumenstrauß pflücken. Sie stehen auf einer „normalen“ Wiese eines Landwirts, der diese Wiese benötigt, um seine Kühe zu füttern und diese deshalb mindestens 5mal jährlich abmäht. Sie werden dort keine Blumen finden. Kein Blumenstrauß. Und jetzt stellen Sie sich vor, sie stehen auf der gleichen Wiese, haben einen leeren Magen und sind eine Wildbiene? Kein Futter! Und wenn nun alle Wiesen so aussehen würden?

Hierzu haben wir 2019 auf einer 1,6 Hektar großen Fläche ein Versuchsprojekt gestartet, um herauszufinden wie viele Blumen und Kräuter man in einer Wiese erhalten kann, wenn die Wiese gleichzeitig ausreichend Futter für Rinder liefern soll. Wir haben 10 Parzellen mit unterschiedlichen Mischungen aus Blumen und Gräsern angelegt, lassen darauf zu unterschiedlichen Zeitpunkten Rinder weiden, oder mähen sie ab, um Futter für den Winter einzulagern. Bereits im ersten Jahr waren in den Versuchsparzellen so viel mehr unterschiedliche Arten zu finden als in „normalen“ Wiesen, dass wir beschlossen haben die Fläche dauerhaft als Wiese zu belassen und sie weiterhin extensiv zu bewirtschaften. Wir haben einen Weidezaun installiert und Lesesteinhaufen angelegt. Nun können sich Eidechsen, Schlangen und viele mehr in Ruhe sonnen und müssen keine Angst vor einem Mähwerk haben. Und wir pflücken dort regelmäßig wunderschöne Wiesenblumensträuße, während es um uns herum summt wie in einem Bienenhaus.

Uns stört es übrigens nicht, dass auf unseren Wiesen und Feldern auch Pflanzen wachsen, die sich nicht verfüttern oder verkaufen lassen. Wie z. B die Disteln- mit denen ist es so eine Sache. Der Landwirt liebt die Distel nicht, da sie dem Boden wertvolle Nährstoffe entzieht und seine Kulturpflanzen verdrängt. Sie gilt dem Landwirt als Unkraut. Doch genau auf der Distel spielt es sich ab! Die Ackerkratzdistel ist ein irrer Insektenmagnet und eine exzellente Nektarpflanze. Viele Arten von Schmetterlingen und anderen Insekten hängen von ihrem Vorkommen ab.

Disteln – Besser als ihr Ruf | MDR Garten - YouTube

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